Globi im Schnee
Die Segelfluggruppe
Thermik, die ab 1959 auf dem Flugplatz Porrentruy beheimatet war, gab ihrem Übungssegelflugzeug
Spalinger Kranich, HB-330, den Namen «Globi». Der Rumpfvorderteil gleicht
tatsächlich dem Schnabel eines Papageis– und somit der erfolgreichen Schweizer
Kinderbuch-Figur «Globi». Den Spalinger Kranich als Segelflugzeug zu
bezeichnen, ist allerdings zu hoch gegriffen, denn der Globi ist ein
verbesserter, unverspannter Schulgleiter, der mit dem Stahlrohrrumpf (fast) wie
ein Segelflugzeug aussieht.
Globi war auf den
Flugplätzen Birrfeld, Olten und Porrentruy im Einsatz, bevor er 1968 im
Schweizer Luftfahrzeugregister gelöscht wurde. 2007 konnte Lilly Grundbacher den
Vogel von Bruno Wettstein in gerupftem – ausgetuchtem - Zustand übernehmen. Und
nun schenkt Lilly den Globi in praktisch unverändertem Zustand der Stiftung
Segel-Flug-Geschichte. Den Abholtermin hatte Thomas Fessler mit Patrick Grundbacher
bereits Monate im Voraus auf den 10. Januar 2026 fixiert.
Dass es an diesem Tag
schneien würde, konnte niemand erahnen. Es ist ein eher seltenes Ereignis im Schweizer
Mittelland und Jura – selbst im Winter. Doch Globi hat Erfahrung mit Eis und
Schnee, denn der Globi-Band Nr. 76 trägt den Titel «Globi und der
Polarforscher». Also wagte Thomas Fessler die Fahrt mit einem grossen
Segelflug-Anhänger in den verschneiten Jura. Res Stotzer und Daniel Steffen
schlossen sich – als tragende Kraft - der «Polar»-Expedition an.
Die wenigen Autofahrer, welche
die drei auf den verschneiten Strassen antrafen, dachten wohl, dass hier ein
Segelflieger auf dem Weg nach Bitterwasser unterwegs ist. Doch wir fuhren nach
Norden – und kamen ohne Zwischenfälle in Grandfontaine an. Das Verladen des
Spalinger Kranichs machte Spass, denn man schwitzt im Schneegestöber viel
weniger.
Der Spalinger Kranich,
HB-330, Globi wird vorerst in Biel an einem trockenen Ort untergebracht. Ob und
wann er restauriert wird, ist noch nicht bestimmt.